Skip to content
Freitag
23.
Oktober 2026

Öffentliche Festveranstaltung 2026

19:00 Uhr | Adalbert-Stifter-Saal im Sudetendeutschen Haus

Programm

Antonin Dvorák: Dobru noc, ma mila aus V národním tonu, op. 73 Nr.1
Robert Schumann: In der Fremde und Ich hör die Bächlein rauschen aus dem Liederkreis, op.39 (Text: Joseph von Eichendorff)

Begrüßung und Jahresbericht
Prof. Dr. Stefan Samerski, Präsident

Festvortrag
Prof Dr. Matthias Stickler, Würzburg
Vertriebenenintegration nach 1945 im Vergleich: Die Fallbeispiele Bundesrepublik Deutschland, DDR und Österreich
In dem Vortrag wird dargelegt, wie sich die Vertriebenenintegration in der Bundesrepublik Deutschland, der DDR und der Republik Österreich unterschied. Alle drei Staaten waren von der Problematik in ähnlicher Weise betroffen, auch wenn die beiden deutschen Staaten die größte Integrationslast zu schultern hatten. Während dort von vornherein klar war, dass die Vertriebenen oder „Umsiedler“ wie sie in der SBZ/DDR euphemistisch genannt wurden, integriert werden mussten, gab es in Österreich noch bis Mitte der 1950er Jahre Überlegungen, die „volksdeutschen Flüchtlinge“, wie die Betroffenen dort hießen, durch Abschiebung nach Deutschland ganz oder teilweise wieder loszuwerden. Die konkreten Integrationsmaßnahmen wie auch Einbürgerungen begannen in Österreich deshalb später. Die beiden deutschen Staaten unterschieden sich in ihrer Integrationspolitik vor allem dadurch, dass die DDR eine Diktatur war, die zudem stark Rücksicht nehmen musste auf den politischen Rahmen, den die sowjetische Besatzungsmacht vorgab. Deshalb wurde die „Umsiedler-Frage“ dort recht schnell als gelöst bezeichnet und die damit verbundenen Probleme wurden tabuisiert.

Johannes Brahms: Es steht ein Lind in jenem Tal aus Deutsche Volkslieder und Abenddämmerung, op.49 Nr.5 (Text: Adolph v. Schack)
Gustav Mahler: Ging heut morgen übers Feld und Die zwei blauen Augen aus Lieder eines fahrenden Gesellen

Überreichung der Urkunden an die neu in die Akademie berufenen Mitglieder

Franz Schubert: Erstarrung und Im Dorfe aus der Winterreise, D 911 op.89,(Text: Wilhelm Müller) und Sternennächte, D 670 op.165 Nr.2 (Text: Franz Mayrhofer)

Anschließend Empfang
im Dr. Otto-von-Habsburg Foyer

Musikalische Umrahmung:
Susanna Frank, Mezzosopran
Prof. Hedayet Jonas Djeddikar, Klavier

Prof. Dr. Matthias Stickler wurde 1967 in Aschaffenburg geboren und legte dort 1986 am Dalberg-Gymnasium das Abitur ab. Nach dem Wehrdienst studierte er von 1988 bis 1993 Geschichte, Deutsch und Sozialkunde für das Lehramt an Gymnasien an der Universität Würzburg, wo er 1993 das Erste Staatsexamen ablegte. Es folgten 1997 die Promotion und 2003 die Habilitation.Von 1995 bis 2007 war Matthias Stickler als wissenschaftlicher Mitarbeiter, Assistent und Oberassistent am Lehrstuhl für Neueste Geschichte der Universität Würzburg tätig. Seit 2008 arbeitet er dort als Studiengangkoordinator der Philosophischen Fakultät. Im Jahr 2010 wurde er zum außerplanmäßigen Professor für Neuere und Neueste Geschichte ernannt.
Zudem übernahm er 2011 die wissenschaftliche Leitung des Instituts für Hochschulkunde an der Universität Würzburg. Neben seiner universitären Tätigkeit ist er seit 2017 Erster Vorsitzender der Freunde Mainfränkischer Kunst und Geschichte e.V. Seit 2021 ist er ordentliches Mitglied der Sudetendeutschen Akademie der Wissenschaften und Künste in München.

Susanna Frank, geboren in Würzburg, ist eine international gefragte Konzertsängerin. Konzertverpflichtungen führten sie u.a. nach Österreich, Italien, Polen, Frankreich und Russland, ebenso wurde sie für Opernproduktionen engagiert. Sie schloss zunächst ein Pharmaziestudium ab, ihre Gesangsausbildung erhielt sie dann bei Melinda Paulsen, Ulf Bästlein, Stewart Emerson und Thomas Heyer. Meisterkurse unter anderem bei Charles Spencer, Nathalie Stutzmann, Brigitte Fassbaender, Dietrich Fischer-Dieskau vertieften ihr Studium. Sie errang mehrere Auszeichnungen. Von der Sudetendeutschen Akademie wurde sie 2006 zum Mitglied in der Klasse der Künste und Kunstwissenschaften berufen.

Prof. Hedayet Jonas Djeddikar, geboren in Basel, konzertiert bei Konzertreihen und Festivals wie der Styriarte Graz, dem Eppaner Liedsommer und dem Yehudi-Menuhin-Festival in Gstaad. Neben der Repertoirepflege gilt sein besonderes Interesse der Entdeckung selten gespielter Werke. Seine Ausbildung erhielt er bei der Bonner Pianistin Rose Marie Zartner, außerdem an den Musikhochschulen Frankfurt und Karlsruhe, sowie in zahlreichen Meisterkursen. Rundfunkaufnahmen entstanden für den SWR, BR, SR2 und ORF. Er ist dem ARD-Musikwettbewerb seit vielen Jahren als Begleiter verbunden. und unterrichtet an der HfMDK Frankfurt am Main und an der Kunstuniversität Graz.