Öffentliche Festveranstaltung 2026
Öffentliche Festveranstaltung 2026
19:00 Uhr | Adalbert-Stifter-Saal im Sudetendeutschen Haus
Programm
Begrüßung und Jahresbericht
Prof. Dr. Stefan Samerski, Präsident
Festvortrag
Professor Dr. phil. habil. Matthias Stickler, Geisteswissenschaftliche Klasse
Vertriebenenintegration nach 1945 im Vergleich: Die Fallbeispiele Bundesrepublik Deutschland, DDR und Österreich
In dem Vortrag wird dargelegt, wie sich die Vertriebenenintegration in der Bundesrepublik Deutschland, der DDR und der Republik Österreich unterschied. Alle drei Staaten waren von der Problematik in ähnlicher Weise betroffen, auch wenn die beiden deutschen Staaten die größte Integrationslast zu schultern hatten. Während dort von vornherein klar war, dass die Vertriebenen oder „Umsiedler“ wie sie in der SBZ/DDR euphemistisch genannt wurden, integriert werden mussten, gab es in Österreich noch bis Mitte der 1950er Jahre Überlegungen, die „volksdeutschen Flüchtlinge“, wie die Betroffenen dort hießen, durch Abschiebung nach Deutschland ganz oder teilweise wieder loszuwerden. Die konkreten Integrationsmaßnahmen wie auch Einbürgerungen begannen in Österreich deshalb später. Die beiden deutschen Staaten unterschieden sich in ihrer Integrationspolitik vor allem dadurch, dass die DDR eine Diktatur war, die zudem stark Rücksicht nehmen musste auf den politischen Rahmen, den die sowjetische Besatzungsmacht vorgab. Deshalb wurde die „Umsiedler-Frage“ dort recht schnell als gelöst bezeichnet und die damit verbundenen Probleme wurden tabuisiert.
Verleihung des Adolf-Klima-Preises 2026
Musikalisches Rahmenprogramm