Die Mitglieder der Sudetendeutschen Akademie der Wissenschaften und Künste stellen sich in einer Ringveranstaltung vor. Die Veranstaltungen finden – wenn nicht anders angegeben – im
Kulturforum Sudetendeutsches Haus, Hochstraße 8, München-Au
statt. Soweit es sich um öffentliche Veranstaltungen handelt, ist der Eintritt frei. Über viele der Veranstaltungen wird in der Sudetendeutschen Zeitung berichtet. Ein Link zu dem Bericht findet sich unter Retrospektive bei der jeweiligen Veranstaltung.
Das Hauptereignis ist die im Herbst jeden Jahres stattfindende Festveranstaltung, umrahmt von den Klassensitzungen und der Plenarversammlung der Mitglieder und des Kuratoriums der Akademie.
Bei geeigneten Veranstaltungen wirkt die Akademie mit nahe stehenden Organisationen zusammen.
Programmänderungen vorbehalten
Ringveranstaltung mit Dr. Christoph Meixner: Zwischen Hoffnung und Vernichtung. Böhmische Musik im KZ Buchenwald
19:00 Uhr | Adalbert-Stifter-Saal im Sudetendeutschen Haus
in Zusammenarbeit mit dem Sudetendeutschen Musikinstitut Regensburg

Im System der nationalsozialistischen Konzentrationslager spielte Musik auf unterschiedliche Weise eine wichtige Rolle: Sie diente als grausames Instrument der Unterdrückung und der seelischen Folter, konnte zugleich aber im Verborgenen den Unterdrückten mit ihren Klängen auch Trost und Hoffnung spenden. Am Beispiel der böhmischen Musik im KZ Buchenwald lässt sich dieser Zwiespalt auf eindrucksvolle Weise zeigen. Doch werden damit auch die Herausforderungen erfahrbar, denen sich eine moderne Erinnerungskultur stellen muss.
Dr. Christoph Meixner ist seit 1. Oktober 2025 neuer Leiter des Sudetendeutschen Musikinstituts (SMI). Christoph Meixner hat sein Abitur am Musikgymnasium der Regensburger Domspatzen abgelegt und anschließend Musikwissenschaft/Geschichte an den Universitäten Regensburg und Ferrara (Italien) studiert. 2003 folgte die Promotion mit dem Thema „Das Musiktheater in Regensburg im Zeitalter des Immerwährenden Reichstages (1623–1806)“. Christoph Meixner war 15 Jahre lang Leiter des Hochschularchivs|Thüringischen Landesmusikarchivs Weimar an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar. Zudem agierte er von 2020 bis 2024 als Präsident des Landesmusikrats Thüringen. Von 2003 bis 2010 arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Assistent am Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena, das zur Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar gehört.

Konzert nová hudba² / neue musik² mit Ladislav Horák, Stefan Hippe (Akkordeon) und dem NeoKlasik Orchestr Prag (NKO) unter der Leitung von Václav Dlask
19:00 Uhr | Adalbert-Stifter-Saal im Sudetendeutschen Haus



Die Konzertreihe Neue Musik hoch2 widmet sich der Uraufführung von Werken zeitgenössischer deutscher und tschechischer Komponist:innen, gespielt von deutschen und tschechischen Interpret:innen. Ziel des Projektes ist die Förderung eines grenzüberschreitenden künstlerischen Dialogs und einer Zusammenarbeit von Musiker:innen beider Länder. Neue Musik hoch2 wurde 2004 vom Prager Akkordeonisten Ladislav Horák und dem Münchner Komponisten Michael Emanuel Bauer initiiert. Neue Musik hoch2 findet 2026 mittlerweile zum zwölften Mal statt. Auf dem Programm stehen Werke von Michael Emanuel Bauer, Stefan Hippe, Ondřej Kukal, Pavel Trojan und Michal Vejskal. Es spielen Ladislav Horák, Stefan Hippe (Akkordeon) und das NeoKlasik Orchestr Prag (NKO) unter der Leitung von Václav Dlask.
Die Konzerte werden gefördert durch den Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds, die Friedrich-Baur-Stiftung, den Český hudební fond, die Nadace Život umělce, das Kulturministerium der Tschechischen Republik, das Prager Konservatorium, den Tschechischen Rundfunk, das Goethe-Institut Prag, die Sudetendeutsche Akademie der Wissenschaften und Künste, das Amt für Kultur und Freizeit der Stadt Nürnberg, dem Nationalpark Bayerischer Wald sowie der Edition Rondo Prague.
